
Der Ölmarkt bleibt angespannt, da die tatsächliche Versorgungslage weiterhin schwer einzuschätzen ist. Die Ölpreise hatten sich nach einem turbulenten Wochenstart am Montag zuletzt etwas beruhigt. Der Markt bleibt jedoch weiterhin stark von der Entwicklung im Nahen Osten abhängig. Die Meldungen aus dieser Region sind jedoch teilweise sehr widersprüchlich. An den Märkten spiegelt sich das Chaos und die Ungewissheit wider.
Es ist unklar, wie es weiter geht, wenn die Straße von Hormus auch längerfristig unpassierbar bleibt. Aus den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gab es jetzt die Meldung, dass der Bau einer Multi-Kraftstoff-Pipeline geplant wird. Damit kann Benzin, Diesel und Kerosin auch dann weiter exportiert werden, wenn die Straße von Hormus unpassierbar bleibt. Die bisherige Leitung vom Produktionszentrum Habshan in Abu Dhabi, die nach Fujairah an der Ostküste führt, hat eine beschränkte Kapazität von 1,5 Millionen Barrel pro Tag.
Auch die Heizölpreise in Deutschland reagieren auf die Bewegungen am Rohölmarkt und liegen weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Die Preisunterschiede zwischen Regionen bleiben dabei bestehen, da Nachfrage, Transportkosten und lokale Marktbedingungen weiterhin eine Rolle spielen.
Für Heizölverbraucher bleibt die Lage damit schwierig einzuschätzen. Zwar bieten die aktuellen Rückgänge gegenüber den Hochs in März und April eine gewisse Entlastung, gleichzeitig kann eine neue Eskalation im Nahen Osten die Preise jederzeit wieder nach oben treiben.

| Bereich | Schlusskurs 01.06.2026 |
Schlusskurs 02.06.2026 |
Startkurs heute 03.06.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 03.06.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
130,37 | 130,61 | 131,07 | 0,3 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
97,20 | 94,69 | 97,17 | 2,6 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1617 | 1,1642 | 1,1626 | -0,1 % | ![]() |
