
Die Rohölpreise sind seit Beginn dieser Woche deutlich gestiegen und setzen ihren Aufwärtstrend auch am Mittwochmorgen fort. Nachdem die Notierungen in der vergangenen Woche noch kräftig nachgegeben hatten, hat sich die Stimmung an den Ölbörsen inzwischen wieder gedreht. Auslöser für die erneuten Preisaufschläge ist vor allem die Entwicklung rund um die Straße von Hormus. Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA sind eher ein Streit mit gegenseitigen Drohungen als echte Verhandlungen, was eine baldige Einigung unwahrscheinlich macht.
Zusätzliche Unsicherheit kommt aus dem Roten Meer. Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben ihre Angriffe auf Schiffe erneut ausgeweitet. Am Dienstag wurde ein Frachtschiff im Roten Meer angegriffen; dabei kamen nach bisherigen Berichten mehrere Besatzungsmitglieder ums Leben. Gleichzeitig meldeten die USA einen weiteren Angriff im Golf von Oman. Damit stehen erneut beide wichtigen maritimen Nadelöhre für den Öltransport unter Druck.
Der deutsche Heizölmarkt hat seit Beginn der Woche wieder deutlich angezogen. Die Preisrückgänge der vergangenen Woche haben sich vorerst umgekehrt. Für Heizölkunden kommt hinzu, dass regionale Faktoren die Preise beeinflussen können. Niedrige Wasserstände auf wichtigen Binnenwasserstraßen erschweren weiterhin den Transport von Mineralölprodukten per Binnenschiff. Insbesondere bei einer Versorgung über den Rhein können geringere Ladungsmengen und höhere Frachtraten zu zusätzlichen regionalen Preisaufschlägen führen.
| Bereich | Schlusskurs 10.08.2026 |
Schlusskurs 11.08.2026 |
Startkurs heute 12.08.2026 |
Veränderung zum Vortag |
Tendenz 12.08.2026 |
|---|---|---|---|---|---|
| Heizölpreis (Euro/100L) 3.000 L. Standardqualität |
139,99 | 144,17 | 145,44 | 0,9 % | ![]() |
| Rohölsorte Brent (US-Dollar/Barrel) |
86,72 | 88,68 | 89,41 | 0,8 % | ![]() |
| Wechselkurs (Euro/US-Dollar) |
1,1551 | 1,1539 | 1,1536 | 0,0 % | ![]() |
